Acsád (Otschaden)

Acsád (dt: Otschaden, kroatisch: Jucad) ist ein Dorf im Komitat Vas, Kreis Szombathely.

Geografie: Acsád liegt 14 km nordöstlich von Szombathely, im nördlichen Teil der Gyöngyös-Ebene, neben dem Ablánc-Bach.

Die benachbarten Siedlungen sind Gór im Nordosten, Szeleste im Osten, Vasszilvágy im Süden, Salköveskút im Südwesten, Meszlen im Westen und Csepreg im Nordwesten.

Verkehr: Acsád liegt abseits der Hauptstraßen und ist nur über Nebenstraßen zu erreichen: von der Stadt Csepreg und Salköveskút über die Straße 8638, von Vasszilvágy über die Straße 8635 und von Meszlen und Koszeg über die Straße 8636. Die einfachste Möglichkeit, das Land von weiter her zu erreichen, ist die Hauptstraße 86, mit einer Abzweigung in Vát, ebenfalls an der Straße 8635.

Von den inländischen Eisenbahnlinien wird die Stadt von der Bahnlinie Sopron-Szombathely bedient, die hier eine Haltestelle hat. Der Bahnhof von Acsád liegt direkt an der Dreiländergrenze zwischen Vasszilvágy, Salköveskút und Acsád, jedoch vollständig innerhalb des letztgenannten Dorfes, und ist auf der Straße über die von der 8635 abzweigende Straße 86 324 erreichbar.

Herkunft des Namens: Der Name stammt von dem altungarischen Personennamen Acsád, der eine Verkleinerungsform des Personennamens Acsa ist.

Geschichte: Das Dorf war bereits in der Römerzeit bewohnt, wie die Entdeckung eines römischen Steinsarkophags im Jahr 1930 beweist. Der Überlieferung nach wurde die alte Mühle am Ablánc-Bach bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. zum Mahlen von Getreide genutzt. Das mittelalterliche Dorf Ablánc, dessen Kirche im Jahr 865 geweiht wurde, lag am Rande des Ablánc. Das Dorf wurde erstmals 1255 als Achad erwähnt. Der Überlieferung nach wurde sie nach Achad, einem der Anführer der erobernden Ungarn, benannt. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Die Einwohner wurden im 16. Jahrhundert evangelisch, wurden aber im Zuge der Gegenreformation größtenteils repatriiert. Die verbliebenen evangelischen Gläubigen feierten dann in Nemescsó und später in Meszlen ihre Gottesdienste.

Nach András Vályi, "ACSÁD. Ein bemerkenswertes Dorf in Vas Vármegye, im Besitz von Herrn Szegedy, der ein schönes Schloss besitzt, seine Einwohner sind Katholiken, es liegt zwei Meilen von Koszegtöl entfernt, seine 12 Grenzen bestehen aus flachem Land, wo der Boden fruchtbar ist, die Wiesen sind ausreichend, nicht zuletzt ist die Weide reich für das Vieh, die Bäume sind so viel wie nötig, die Weinberge sind wenige; Aber die Güte des Bodens geht dem Schwinden dieser voraus, und es gibt auch Gewerbe im benachbarten Koszeg piatz, das wegen seiner guten Qualitäten zu den ersten Städten der Klasse gezählt wird."

Nach Elek Fényes "Acsád, ungarisches Dorf, Vas vgyében, 2 Stunden nördlich von Szombathely, 161 kath., 300 evang. Einwohner. Schönes Herrenhaus und Garten. Reicher Weizenanbau im Grenzgebiet. F. u. Szegedy Ferencz"

In der Monographie von Vas vármegye finden wir Folgendes. Sie verfügt über einen Bahnhof, ein Postamt, ein Telegrafenamt und eine Bezirksverwaltung. György Szegedy und Béla Szegedy, die Kammerherren des Königs und der Königin, haben hier ein hübsches Schloss, das 1824 von Ferencz Szegedy, einem siebenköpfigen Unternehmer, erbaut wurde".

Im Jahr 1910 hatte das Dorf 860 ungarische Einwohner, damals gehörte es zum Bezirk Szombathely des Komitats Vas.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 85,4 % der Einwohner als Ungarn, 0,9 % als Deutsche, 0,4 % als Slowenen, 0,6 % als Rumänen (14,3 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 51,9 %, reformiert 3,3 %, evangelisch 19,7 %, konfessionslos 2,8 % (21,9 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Evang. Bethaus: Das evangelische Bethaus wurde 1989 gebaut.
Farnkiefer: In Acsád befindet sich die älteste Farnkiefer Ungarns, die 1820 gepflanzt wurde. Bemerkenswert ist auch die Reihe geschützter Platanen, die an das Schloss angebaut ist.
Kirche: Die römisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer ist mittelalterlichen Ursprungs, wahrscheinlich im 15. Jahrhundert erbaut und im Barockstil umgebaut.
Mühle von Ablánc: Die Mühle von Ablánc stand einst an der Stelle eines Dorfes, und die Gegend ist ein beliebtes Wandergebiet.
Schloss Szegedy: gebaut aus einem Herrenhaus aus dem Jahr 1723. Es wurde 1824 im neoklassizistischen Stil umgebaut. Es ist von einem 5 Hektar großen Park umgeben.

Persönlichkeiten:
Jeno Rákosi: Journalist, Dichter, erster Direktor des Volkstheaters und Gründer der Budapester Zeitung, wurde hier am 12. November 1842 geboren.
Dr. Nándor Fettich: (7. Januar 1900 - Budapest, 17. Mai 1971), Archäologe, Goldschmied, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, wurde hier geboren.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 und Wappen, gemeinfrei.



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