Bögöt

Bögöt (kroatisch: Bogut) ist ein Dorf im Komitat Vas, Kreis Sárvár.

Geografie: Am östlichen Rand der Gyöngyös-Ebene, etwa 8 km westlich von Sárvár. Die beiden nächstgelegenen Nachbarn sind Porpác, etwa 2,5 km westlich, und Csénye, 5 km südöstlich.

Verkehr: Die Hauptstraße des Dorfes ist die Straße 8458, die von Sárvár und von der Hauptstraße 88 zu erreichen ist.

Die Bahnlinie Székesfehérvár-Szombathely und die Bahnlinie Hegyeshalom-Szombathely verlaufen ebenfalls durch die Verwaltungsgrenzen der Gemeinde, nur einen Kilometer südlich des Dorfzentrums, mit einer gemeinsamen Haltestelle am Bahnhof Porpác, der trotz seines Namens im Gebiet von Bögöti liegt, nur eineinhalb Kilometer vom Dorfzentrum, aber 3,5 Kilometer von der gleichnamigen Siedlung entfernt.

Geschichte: Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1325, aber der für die Hausbesetzer typische türkische Name lässt auf einen früheren Ursprung schließen. Bei den Ausgrabungen wurden auch die Überreste einer römischen Militärstraße von Savaria nach Arrabona freigelegt. Bereits 1875 berichtete Vilmos Lipp über die Existenz von Hügeln, einer römischen Grabstätte und einer Straße in Bögöti. Diese eisenzeitlichen Grabhügel sind noch am Rande der Siedlung zu finden.

Im Jahr 1325 wird auf den Tausch von Gütern zwischen den Adligen von Bögöti und Csab verwiesen, der bereits 1287 schriftlich festgehalten wurde. Demnach war sie bereits in der Árpád-Zeit besiedelt. Im Mittelalter war sie stets im Besitz von Bürgern. Ab 1321 lesen wir über die Eigentumsgeschäfte zwischen den Adligen von Bögöti und Vép und Vát. Im Jahr 1475 wird der Besitz der Familie Tankó aus Bögöt, die Bot-Simon-Siedlung an der Grenze zu Bögöt, erwähnt. Über die mittelalterliche Kirche gibt es keine Aufzeichnungen. Die heutige römisch-katholische Kirche soll mittelalterlichen Ursprungs sein, wurde aber mehrmals umgebaut. Das Dorf überlebte die osmanische Zeit und befindet sich um die katholische Kirche im heutigen Landesinneren.

Möglicherweise gab es in diesem Gebiet im Mittelalter auch das ehemalige Dorf Kápolnafölde. Im Jahre 1321 erwähnt der Abt von Ják sein Gut Kápolnafölde, auf dem sich eine dem heiligen Egyed geweihte Kapelle befand, und schenkte es den Söhnen von Kázmér von Bögöti im Tausch gegen das Gut in Monyorókerek. Auf der unvollständig erhaltenen Grenzkarte ist auch die nach Szombathely führende Straße von Öttevény verzeichnet. Im benachbarten Vát wurde die Römerstraße bis ins 19. Jahrhundert unter diesem Namen geführt. Im 15. Jahrhundert gehörte es der Familie Váti. Sie wurde schon früh entvölkert und ab 1438 als Ödland erwähnt. Das Kapellengelände und die ehemalige Kapelle befanden sich im Bereich des heutigen Großen Waldes auf der Westseite.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 88,3 % der Einwohner als Ungarn, 0,8 % als Deutsche und 3 % als Roma (11,4 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). 82,7 % waren römisch-katholisch, 0,8 % reformiert, 0,3 % evangelisch, 0,3 % griechisch-katholisch, 0,5 % konfessionslos (15,5 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Römisch-katholische Kirche Hl. Franziskus: Die Kirche ist mittelalterlichen Ursprungs, die jedoch mehrfach umgebaut wurde. Über dem Eingang der Kirche befindet sich eine Gedenktafel, die an die Helden des Ersten Weltkriegs im Dorf erinnert. Ein separates Denkmal erinnert an die Helden des Zweiten Weltkriegs. Um die Jahrtausendwende wurde vor der Kirche ein Y-förmiges Holzdenkmal errichtet, das den Heiligen Franz von Assisi, den Heiligen Stephan I. und seine Frau Giselle von Bayern darstellt.
Blue Trail Hungary: Der Wanderweg "Blue Trail Hungary" führt durch das Dorf.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Pan Peter, gemeinfrei und Hollófernyiges unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.



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