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Bucsu (Butsching)

Bucsu (deutsch: Butsching, kroatisch: Bucura, Buca) ist ein Dorf im Komitat Vas, im Kreis Szombathely.

Geografie: Bucsu liegt etwa 10 Kilometer westlich von Szombathely, auf beiden Seiten des Arany-Baches, direkt an der österreichischen Grenze.

Die benachbarten Siedlungen auf der ungarischen Seite der Grenze sind Bozsok im Norden, Perenye im Nordosten, Gencsapáti im Osten, Torony im Südosten, Dozmat im Süden und Narda im Südwesten; das Verwaltungsgebiet grenzt außerdem auf einer kurzen Strecke von Osten nach Südosten an Szombathely (Vorstadtbezirk von Szünösemajor). Die beiden nächstgelegenen Ortschaften im Westen und Nordwesten sind Csajta (Schachendorf) und Rohonc (Rechnitz), die bereits zu Österreich gehören.

Verkehr: Die Hauptstraße von Szombathely nach Österreich ist die wichtigste Zufahrtsstraße zum Dorf, die Hauptstraße 89. Die Straße 8717 führt durch das Zentrum des Dorfes und ist über die Nebenstraße 87 113 mit dem Bezirk Olad in Szombathely verbunden; das Verwaltungsgebiet wird außerdem von der Straße 8714 aus Pornóapáti und der Straße 8901 (der alten Trasse der Hauptstraße 89, die auf ihrer Strecke noch immer durch die Dörfer führt) bedient.

Es wird nicht mehr von einer Eisenbahnlinie durchquert, aber vor 1959 verlief hier die Bahnlinie Szombathely-Pinkafö, die im Dorf einen Bahnhof hatte (Bahnhof Bucsu).

Herkunft des Namens: Der Name leitet sich von dem ungarischen Personennamen Bulcsú ab und trägt wahrscheinlich den Namen von Bulcsú horka, dessen Sommersitz es gewesen sein könnte.

Namen in Fremdsprachen: Deutscher Name von Bucsu ist Butsching. In der kroatischen Sprache hat sie zwei Namen: die Einwohner von Uppercsatar nennen sie Bucura, die Einwohner des kroatischen Szidánya Buca.

Geschichte: Die erste Erwähnung als Bulchu findet sich im Jahr 1236. Er wird von einem römischen Aquädukt begrenzt, das Wasser aus dem Köszeger Gebirge von Bozsok und Rohonc in das nahe gelegene Sabaria leitete. Die Fundamente der Kirche stammen aus dem 14. Jahrhundert. Es wird 1433 als BwlchW und 1485 als Bwcsw erwähnt.

Nach András Vályi "BÚCSÚ, Bucsa, Bucsina. Elegyes ungarischen Dorf in Vas Vármegye, besaß von verschiedenen Herren, liegt ein und 3/4. Meile von Szombathely, und etwas weiter von Köszeg. Die Einwohner sind katholisch, ihre Grenzen sind für alle Arten von Feldfrüchten gut kultiviert, und ihre Waren sind auch von verschiedener Art; sie hat keine Weberei, aber sie hat eine gute Gelegenheit, ihre Waren zu verkaufen, da sie von erster Klasse sind."

Nach Elek Fényes, "Bucsu (Butsing), ungarisches Dorf, Vas vmegye, 1 mfd. nach Szombathely an der Straße nach Köszegh, 429 kath., 6 evang., 28 jüdische Einwohner, mit mehreren schönen Dörfern. Am Rande der Grenze wächst feines Buschwerk, es gibt einen Wald und auf dem Hügel von Rohoncz (Rechnitz) werden Weinberge angelegt. F. u. Szabó, Szél, Vajda und andere Grundbesitzer."

1898 schrieben sie in der Monographie über Ungarn: "Bucsu ist ein hübsches, gut gelegenes ungarisches Dorf mit 82 Häusern und 575 Einwohnern des katholischen und evangelischen Zweigs. Es ist eine Station der Bahnlinie Szombathely-Pinkafö. Es gibt ein Postamt und ein Telegrafenamt in Rohoncz. Im Dorf gibt es mehrere hübsche Urilaks und das von Széll Ödön, das zu Beginn dieses Jahrhunderts nach dem Vorbild der alten ungarischen Urilaks, Erno Szabó, dem ehemaligen Bürgermeister von Szombathely, dem verwitweten János Jánosné Németh von Dömötöri und Sándor Szabó, erbaut wurde." Im Jahr 1910 gab es 640 Einwohner.

Die römisch-katholische Kirche St. Michael ist das Wahrzeichen und Denkmal der Stadt. Die Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert, die 1756 noch von einem Friedhof umgeben war, steht in der Rohonczi út 8, auf einer Insel zwischen zwei Häuserreihen, mitten im Dorf mit ihrem einspurigen, geradlinigen, sich spindelförmig verbreiternden Bau. Im 17. Jahrhundert wurde es von den Evangelischen und ab 1673 von den Katholiken genutzt. Sie ist einschiffig, der Altarraum ist schmaler als das Kirchenschiff und hat eine halbrunde Umfassung. Sein Turm erhebt sich über dem Eingang, vor dem der Eingang später als Anbau errichtet wurde. Das Innere der Kirche weist mittelalterliche Details auf. Die heutige Einrichtung erinnert an das 18. Jahrhundert. Der Hauptaltar ist viereckig mit viereckigen Säulen, und der Säulengang ist mit barocken Statuen des Heiligen Johannes von Nepomuk, des Heiligen Josef, des Heiligen Antonius mit dem Jesuskind und des Heiligen Ignatius von Loyola geschmückt. Die Kanzel ist mit Quasten versehen, der Seitenaltar ist barock. Das Äußere der Kirche wurde 1957 ohne jegliche Untersuchung renoviert. 1968 wurde das Innere gestrichen und die Kirchenbänke wurden danach ersetzt. Das Mobiliar des neuen liturgischen Raums sowie der ewige Sitz und das am Triumphbogen angebrachte Schild sind das Werk von György Dominek.

Am 12. Dezember 1888 wurde die Lokalbahnlinie Szombathely-Pinkafö, die südlich der Siedlung verlief, eröffnet. Da das Dorf Rohonc einen wichtigen Beitrag zum Bau der Eisenbahn leistete, wurde die Strecke auch näher an Bucsu verlegt. Ab dem 1. März 1953, als der Grenzübergang geschlossen wurde, verlor die Eisenbahn ihre Bedeutung. Der Verkehr auf dem ungarischen Teil der Strecke wurde bis zum 1. Januar 1960 mit 5 Zügen pro Tag aufrechterhalten, danach wurde die Strecke stillgelegt. An die Bahnlinie erinnert das restaurierte Gebäude des ehemaligen Bahnhofs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Dorf seine Straßenverbindung nach Rohonc und Bozsok. In den frühen 1990er Jahren wurde die Straßenverbindung nach Bozsok wiederhergestellt. Im Jahr 1976 wurde ein Straßengrenzübergang nach Csajta, südwestlich der Siedlung, eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Elektrizität eingeführt. Im Jahr 1986 wurde eine Wasserleitung, 1993 eine Gasleitung und 2003 eine Abwasserleitung mit Anschluss an die Kläranlage von Szombathely fertig gestellt.

Der Bau des Abschnitts der Hauptstraße 89, der die Siedlungen entlastet, musste bis 2005 warten, und es wurden zwei Überführungen und eine separate niveaugleiche Kreuzung am Rande des Dorfes gebaut.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 95 % der Einwohner als Ungarn, 2,4 % als Deutsche, 1,4 % als Kroaten, 0,5 % als Rumänen (4,7 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 79,8 %, reformiert 1,7 %, evangelisch 1 %, konfessionslos 7,3 % (10 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Ehemaliger Bahnhof: Das Gebäude des ehemaligen Bahnhofs von Bucsu.
Erno Szabós Hütte
Kirche St. Michael: Die Kirche St. Michael stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert barockisiert.
Römischisches Aquädukt: Es handelt sich um die ausgegrabenen Überreste eines römischen Aquädukts.
Urilaka Széll Ödön: Urilaka Széll Ödön (ehemaliger Grenzschutzbeamter).
Vashegy-Radweg

Persönlichkeiten:
Familie Széll: Die Familie Széll stammte von hier, das Dorf hat auch ein Széll-Schloss. Bucsu hat dem Land viele berühmte Persönlichkeiten geschenkt, z. B. Ministerpräsident Kálmán Széll (1843-1915), den Sohn von József Széll von Bucsu, und seinen Enkel, József Széll, Innenminister (1880-1956), sowie Anna Hertelendy, geboren in Bucsu, die Enkelin von Ferenc Deák, dem Weisen des Landes.

Die Siedlung in der Literatur: Bucsu (zusammen mit den benachbarten Orten Bozsok und Rohonc) wird in Rudolf Szamos' Kriminalroman Kántor nyomoz (Kántor ermittelt) nur am Rande erwähnt: Es ist der Ort, an dem einer der Verbrecher (Menschenhändler) in dem Buch über das Leben des legendären Spürhundes viermal über die österreichisch-ungarische Grenze geflohen ist und schließlich nach seinem vierten Grenzübertritt am Bahnhof von Vép gefasst wurde.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0, Pasztilla aka Attila Terbócs unter der Lizenz CC BY-SA 4.0, Darinko, gemeinfrei, Pan Peter, gemeinfrei und Wappen, gemeinfrei.



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