Kisunyom

Kisunyom (kroatisch: Kišujamba) ist ein Dorf im Komitat Vas, Kreis Szombathely. Kisunyom hat 423 Einwohner (1.1.2015)

Geografie: Das Dorf befindet sich ca. 10 Kilometer südlich von Szombathely, im südlichen Teil der Gyöngyös-Ebene, am Ufer des Sorok. Die benachbarten Siedlungen sind Balogunyom im Norden, Sorokpolány im Osten, Egyházasrádóc im Süden und Ják im Westen.

Verkehr: Die Hauptstraße 86 verläuft durch die Gemeinde, etwa in Süd-Nord-Richtung, und ist die Hauptzufahrtsstraße; sie ist mit den Nachbargemeinden im Osten durch die Straße 8704 verbunden.

Von den nationalen Eisenbahnlinien wird das Dorf von der Bahnlinie Szombathely-Szentgotthárd bedient, aber es gibt keinen Haltepunkt in der Gegend, die nächste Bahnverbindung ist der Bahnhof Ják-Balogunyom, nur 2 km nördlich des Zentrums von Kisunyom.

Herkunft des Namens: Der Name leitet sich vom Namen der mittelalterlichen Besitzer ab, den Unyanern des Clans Herman. Der Name ist wahrscheinlich slawischen (unin) Ursprungs. Seine Vorsilbe unterscheidet es von dem benachbarten Nagyunyom.

Geschichte: Das Dorf ist seit der Antike bewohnt, und in ihrem Umkreis wurden Artefakte aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Das Dorf wurde erstmals 1318 unter dem Namen Unon erwähnt. Im Jahr 1340 wurde sie Hunyan genannt, 1346 Eghazas Vnyan, 1356 und 1410 Vnyan, 1430 Wnyan. Im Mittelalter war sie im Besitz der Unyaner vom Stamm Herman. Die Kirche St. Michael ist mittelalterlichen Ursprungs und wurde bereits 1438 erwähnt.

Nach Elek Fényes: "Kis-Unyom, ungarisches Dorf, Vas vmegye, 1 1/2 Stunden von Szombathely an der Körmend-Autobahn: 350 kath., 20 ref., 10 jüdische Einwohner, mit einer katholischen Pfarrkirche. Seine Begrenzung ist Róna und guter Schwingel; Weide genug. Birják Szegedy, Miskey, Egerváry, usw."

In der Monographie des Komitats Vas aus dem Jahr 1898 heißt es: "Die Zahl der Häuser beträgt 40, die Einwohner 457, alle Ungarn und römisch-katholisch. Sie verfügt über einen Bahnhof, ein Postamt und einen Telegrafen. Das Dorf liegt am Bach Sorok und ist Sitz einer Kreisverwaltung. Die bekanntesten Besitzer dieses alten Adelsdorfes waren die Familien Miskey, Málik, Bácsmegyei und Szegedy. Die Gemeinde blühte bereits 1698. Die Kirche brannte 1869 nieder, wurde aber wieder aufgebaut."

Im Jahr 1910 hatte das Dorf 484 ungarische Einwohner.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 86,5 % der Einwohner als Ungarn, 1,9 % als Deutsche, 0,5 % als Kroaten (13,5 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 68,1 %, reformiert 2,1 %, evangelisch 0,5 %, israelitisch 0,2 %, konfessionslos 5,2 % (23,6 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Die dem heiligen Michael geweihte Kirche ist mittelalterlichen Ursprungs und wurde im 18. Jahrhundert umgebaut. Die Kirche brannte 1869 nieder, wurde aber wieder aufgebaut. Ihr Altarbild wurde 1808 von dem österreichischen Maler Anton Spreng gemalt.
Das Dorf ist der Standort des Herrenhauses Reissig, dessen ehemaliger Besitzer Ede Reissig der Hauptvogt des Komitats Vas war.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0..



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