Köszegdoroszló (Deutschdorf)

Köszegdoroszló (deutsch: Deutschdorf bei Güns, auch Deisdorf, kroatisch: Duorslov) ist ein Dorf im Komitat Vas, Kreis Köszeg.

Geografie: Das Dorf liegt 15 Kilometer nordwestlich von Szombathely und 9 Kilometer südlich von Köszeg, am Köszeghegyalján, entlang des Doroszlói-Baches.

Die Nachbarorte sind Köszeg im Norden, Köszegfalva im Nordosten, Lukácsháza im Osten, Gyöngyösfalu im Südosten, Perenye im Süden, Köszegszerdahely im Westen und Cák im Nordwesten.

Verkehr: Die Hauptstraße 8718 verläuft grob von Osten nach Westen durch die Gemeinde und ist die Hauptzufahrtsstraße. Die Verwaltungsgrenze wird auch im Norden durch die Straße 8719 überschritten.

Aus der Ferne ist sie am einfachsten über die Hauptstraße 87 zu erreichen, die in Lukácsháza abzweigt.

Es gibt keine Eisenbahnlinie, die nächstgelegene Bahnverbindung ist der Bahnhof Lukácsháza der Bahnlinie Szombathely-Köszeg, weniger als 3 km östlich.

Herkunft des Namens: Der Name des Dorfes, das Teil der Burg Köszeg ist, wurde erstmals 1279 als Durisley erwähnt.

Geschichte: Bereits in der Eisenzeit lebten Menschen in diesem Gebiet, wie die hier gefundenen Skelettgräber und Keramikfragmente belegen. Der Weinanbau im Weinberg Pogányok geht wahrscheinlich auf die Römerzeit zurück. Die Bacchusstatue, nach der der Hügel benannt ist, wurde im 19. Jahrhundert hier gefunden. Das Dorf Doroszló wurde erstmals 1279 als Durisley erwähnt. Ursprünglich gehörte es den Deutsch-Neuhvarnern, doch nach dem Sturz der Oligarchen wurde es zu einem königlichen Gut. Im Jahr 1405 schenkte Sigismund von Luxemburg es der Familie Garai. In der Mitte des 15. Jahrhunderts war es ein österreichisches Gut. Im späten 17. Jahrhundert wurde es von der Familie Eszterházy erworben. Die katholische Kirche ist ebenfalls sehr alt, ursprünglich im romanischen Stil, von der das Heiligtum und die beiden kleinen Fenster an der Ostseite erhalten sind. Die Einwohner des Dorfes wurden im 16. Jahrhundert evangelisch, und 1633 wurde das Dorf zur Mutterkirche. Am 11. Januar 1650 und am 14. Dezember 1666 wurden in der Kirche evangelische Synoden abgehalten. Um 1673 musste die Kirche im Zuge der Gegenreformation an die Katholiken zurückgegeben werden. Trotzdem gab es 1697 in Doroszló nur 32 Katholiken von 310 Einwohnern, und die Evangelischen gingen nach Nemescsó, um dort zu beten. Der Bau einer lutherischen Kirche war erst nach dem Toleranzdekret von Joseph II. möglich.

Nach András Vályi "DOROSZLÓ, Deiszdorf. Ungarisches Dorf in Vas Vármegye, landete Herr Hertzeg Eszterházy, seine Einwohner sind Katholiken, liegt in der Nachbarschaft von Szerdahely, etwa eine halbe Meile von Koszegt; obwohl es schöne Ländereien und beträchtliche Weinberge hat, ist es auch ein guter Ort für den Verkauf, aber da seine Grenze dünn ist, ist es in der zweiten Klasse."

Nach Elek Fényes, "Doroszló, ein ungarisches Dorf in Vas vgyében, ut. p. Koszeg. 250 Agostasianer, 163 Kinder, mit katholischen und protestantischen Filialkirchen und gutem Weinanbau. Birja h. Eszterházy."

In der Monographie von Vas vármegye "Doroszló, mit 77 Häusern und 424 ungarischen Einwohnern. Ihre Religion ist R. cath. und branch. ev. Das Postamt und das Telegrafenamt befinden sich in Koszeg. Ein altes Dorf, das schon zu Zeiten der Römer bewohnt war. Auf dem Teppichhügel Pogány wurden zu Beginn dieses Jahrhunderts mehrere römische Denkmäler, darunter ein Grabstein von Bachus, gefunden. Im 13. Jahrhundert gehörte es zur Burg von Koszeg und wurde damals Durisley genannt. Zu dieser Zeit wurde es von der Familie Németújvár, später von der Familie Garay, dann von Simon Palóczi und Mihály Országh, 1746 von József Sigray und dann von der Familie Szegedy regiert."

Im Jahr 1910 hatte die Stadt 415 ungarische Einwohner. Sie gehörte zum Bezirk Köszeg des Komitats Vas.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 82,1 % der Einwohner als Ungarn, 2,8 % als Deutsche, 0,4 % als Kroaten, 0,4 % als Polen und 0,4 % als Rumänen (17,5 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 30,5 %, reformiert 0,4 %, evangelisch 42,3 %, konfessionslos 2,8 % (23,6 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Römisch-katholische Kirche: Die römisch-katholische Kirche, die dem Bischof Saint Martin geweiht ist, ist mittelalterlichen Ursprungs. Die Kirche wurde 1769 im Barockstil wiederaufgebaut. Später wurde ein Turm angebaut, der jedoch aufgrund unzureichender Fundamente nach Westen geneigt war und im 19. Jahrhundert durch eiserne Strebepfeiler gestützt wurde. Die Dekoration stammt aus dem 19. Jahrhundert, als auch das Altarbild bemalt wurde. Die Orgel wurde 1927 gebaut. Die Kirche wurde zuletzt 1975 restauriert.
Lutherische Kirche: Die lutherische Kirche wurde 1792 erbaut.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 und Darinko, gemeinfrei.



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