Mersevát

Mersevát ist ein Dorf im Komitat Vas, im Kreis Celldömölk.

Geografie: Mersevát liegt 5 km nordöstlich von Celldömölk, am Fluss Marcal.

Die Nachbardörfer sind Kemenesmagasi im Norden, Külsovat im Osten, Celldömölk im Süden und Südwesten, Kemenessömjén im Westen, Kemenesszentmárton und Vönöck im Nordwesten.

Verkehr: Die durch die Gemeinde verlaufende Hauptstraße, die 834 von Pápa über Celldömölk nach Sárvár, ist die Hauptzufahrtsstraße von allen drei Städten. Sie ist mit Kemenesszentmárton durch die Straße 8455 verbunden, und ihre westliche Grenze wird auch von der Straße 8611 berührt.

Die bewohnten Gebiete werden von den Eisenbahnlinien umfahren, aber die südliche Grenze der Stadt wird von der MÁV-Bahnlinie Györ-Celldömölk Nr. 10 bedient. In der Gemeinde gibt es keine Bahnhaltestellen, aber der Bahnhof von Külsovat liegt etwas mehr als 2,5 km südöstlich von Mersevát.

Herkunft des Namens: Der Name Vát stammt von dem Namen des szekler-weißhunnischen (Kony) Herrschers Vat aus dem 9. Jahrhundert.

Geschichte: Das heutige Mersevát entstand 1906 durch den Zusammenschluss von Merse und Belsovat. Davor wurde der Name in schriftlichen Quellen als Merse-Belso- Vath, Merse-Belsovath, Merse-Belsováth, Merse-Belsováth-Vath erwähnt. Der heutige Bahnhof von Külsovat hieß im frühen 20. Jahrhundert Vat-Merse. Der Name Mersevat, wie er heute bekannt ist, erscheint erstmals auf einem Siegel von 1907. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch weiterhin die Namen Merse und Innervat verwendet.

Der Name von Merseva, Vát, wurde erstmals in einer Urkunde von 1252 erwähnt, in der die Besitzer von Vát als Pfründe des benachbarten Klosters Dömölk bezeichnet wurden. In dieser Urkunde, die auf den 18. Februar 1252 in Bratislava datiert ist, heißt es: "Die Söhne von Merseve, Gergely und Fabian, begleiteten Abt Jakobus an den Hof von Roland dem Prokurator, um ihn in seinem Besitz und in seinem Recht gegen Martin, den Sohn des Papstes, zu verteidigen." Donat Pacher: Die Geschichte der Abtei Dömölk sagt: "Die Grundherrschaft der Abtei befindet sich in den Händen der Familie Merse, einer Familie, die in der Mitte des 13. Jahrhunderts aus der Gegend stammte oder dort lebte."

In einem Dokument des Urkundenarchivs von Anjou aus dem 14. Jahrhundert, datiert auf den 8. Mai 1358, taucht auch der Name Miklós Merse in der Familie auf. Im Jahr 1458 wird der Verkauf, die Verpfändung und wahrscheinlich sogar die Konfiszierung der Güter der Familie Merse urkundlich erwähnt, und die Merses gehörten zu den 25 Herren von Kemenesalja, die sich 1459 gegen den jungen König Matthias auflehnten. "1459 übergab König Matthias jedoch den abtrünnigen Miklós /Magasi/ von Merse und seine Ländereien in der Kegyur-Wildnis an die Samsonfalva."

In den frühen 1900er Jahren schrieb Samu Borovszky über die Siedlung in seinem Werk Die Komitate von Ungarn:

"Merse-Belso-Vát, ein ungarisches Dorf in der Nähe des Marczal-Kanals, an der Straße nach Csorna. Es hat 82 Häuser und 536 Einwohner römisch-katholischen und evangelischen Glaubens. Das Postamt ist Külso-Vát, das Telegrafenamt Kis-Czell. Die Einwohner unterhalten eine Konsumgenossenschaft. Seine Grundherren waren die Familien Vidos und Káldy."

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 77,7 % der Einwohner als Ungarn, 0,5 % als Deutsche, 0,8 % als Polen, 0,2 % als Kroaten, 0,2 % als Slowaken (22,3 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 49,7 %, reformiert 1,5 %, evangelisch 18,1 %, konfessionslos 1,2 % (29,4 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Evangelische Kirche
Kloster Dömölk: Der Stammvater dieser Siedlung, die Familie Merse, gilt als Gründer des Klosters Dömölk, dessen Abt er auch eine Zeit lang war.
Familie Vidos: Am Rande der Siedlung befindet sich die Gruft der Familie Vidos mit der Grabstätte des Kommandanten der Nationalgarde József Vidos.

Persönlichkeiten:
József Tóth: Fußballweltmeisterschafts-Silbermedaillengewinner, geboren am 16. Mai 1929 in Mersevát


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Szeder László unter der Lizenz CC BY-SA 4.0, Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 und Wappen, gemeinfrei.



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