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Nemeskolta

Nemeskolta (bis 1899 Kolta) ist ein Dorf im Komitat Vas, im Kreis Szombathely.

Geografie: Nemeskolta liegt 17 km südöstlich von Szombathely.

Die benachbarten Siedlungen sind Vasszécseny im Norden, Csempeszkopács im Nordosten, Rábatöttös im Südosten, Gyanógeregye im Süden und Sorkifalud im Westen.

Verkehr: Die Hauptstraße, die durch das Dorf führt, ist die 8442, die etwa in Ost-West-Richtung verläuft und auch von Csempeszkopács und Sorkifalud aus befahren werden kann. Auch die Straße 8703 führt durch die nördlichen Außenbezirke der Stadt.

Aus den anderen Landesteilen ist sie am einfachsten über die Hauptstraßen 8 und 87 zu erreichen, wobei letztere bei Csempeszkopács nach Westen abbiegt.

Es gibt keine Eisenbahnlinie.

Herkunft des Namens: Der Name leitet sich von dem slawischen Personennamen Kolta ab, dessen Vorläufer der Personenname Mikolas ist, dessen Vorsilbe sich auf die adlige Bevölkerung bezieht. Dies ist der Ursprung der Familie Koltay.

Geschichte: Nemeskolta ist eine Siedlung aus der Árpád-Zeit. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1280, und 1288 wurde der Ort als Kolta bezeichnet. Das einst von Kleinadeligen bewohnte Dorf ist teilweise katholisch und teilweise lutherisch. Das Dorf war früher in zwei Teile geteilt, Klein- und Groß-Kolta, und hieß früher Kétkoltta. Vor dem Vertrag von Trianon gehörte es zum Bezirk Vasvár im Komitat Vas. Im Jahr 1910 waren 644 der 646 Einwohner Ungarn, davon 306 römisch-katholisch, 328 evangelisch und 10 israelitisch.

Die Familie Koltai Vidos, die in der Geschichte des Komitats Vas eine wichtige Rolle spielte, stammt aus diesem Dorf. Ihr klassizistisches Herrenhaus im Dorf wurde in den frühen 1800er Jahren erbaut. Später, in den 1860er Jahren, wurde das Herrenhaus in ein Schloss umgewandelt. Die letzte Besitzerin war Mária Németh, eine berühmte Opernsängerin, die zwischen den beiden Weltkriegen lebte. 1935 wurde hier der Spielfilm "Halló Budapest" gedreht.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 gaben 96,9 % der Einwohner an, Ungar zu sein, 0,8 % Deutsche, 0,3 % Serben (3,1 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 56,2 %, reformiert 3,1 %, evangelisch 25,4 %, konfessionslos 4 % (9,9 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kirche Hl. Martin: Die heutige Kirche, die im Zentrum des Dorfes steht, wurde 1865 nach einem Entwurf von Miklós Ybl im romantischen Stil erbaut. Ihr Altarbild stellt den Bischof Sankt Martin dar.
Martinskirche: Die mittelalterliche Kirche, die dem heiligen Martin geweiht ist, wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1342 erwähnt. Die kleine Kirche wurde jedoch Mitte des 16. Jahrhunderts durch türkische Überfälle zerstört.
Lutherische Kirche Im Hof der Kirche befindet sich eine lebensgroße Figur des deutschen Augustinermönches und Theologieprofessor Martin Luther.
Schloss Vidos: Das Herrenhaus der Familie Koltai Vidos im Dorf wurde in den frühen 1800er Jahren im neoklassischen Stil erbaut. In den 1860er Jahren wurde das Herrenhaus in ein Schloss umgewandelt. Die letzte Besitzerin des Hauses war die berühmte Opernsängerin Mária Németh, die zwischen den beiden Weltkriegen lebte.

Persönlichkeiten:
Imre Halász: (Kolta, 12. Oktober 1841 - Budapest, 7. März 1918) Ungarischer Zeitungsautor, ein hoch angesehener Mitarbeiter der ehemaligen Zeitungen Pesti Napló und Pester Lloyd. Vater des Geografen Gyula Halász und Urgroßvater des Historikers Tamás Katona.
Mária Németh: (Körmend, 13. März 1897 - Wien, 28. Dezember 1967) Ungarische Opernsängerin (Sopran), hauptsächlich mit italienischem Repertoire. Eine der führenden Sopranistinnen der Zwischenkriegszeit.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0, Google Maps, Darinko, gemeinfrei und Wappen, gemeinfrei.



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