Pinkamindszent (Allerheiligen an der Pinka)

Pinkamindszent (deutsch: Allerheiligen an der Pinka, Croat./Slov.: Vinczeta) ist eine Gemeinde im Kreis Körmend, das im Komitat Vas im Westen Ungarns liegt. Der Ort liegt fast direkt an der Grenze zu Österreich.

Der Ort war der letzte ungarische Bahnhof der Güssinger Bahn vor der Staatsgrenze zu Österreich und Endstation der innerungarischen Zugsverbindungen. Diese Bahnstrecke verlief von Körmend in Ungarn nach Güssing im österreichischen Burgenland, sie wurde bis 1962 bis auf wenige Reste abgetragen.

Geografie: Pinkamindszent liegt fast auf halber Strecke zwischen Körmend und Németújvár (Güssing) in Österreich, direkt an der österreichischen Grenze, 13 km von Körmend und 12 km von Németújvár entfernt. Es wird durch den Fluss Pinka begrenzt.

Auf der ungarischen Seite der Grenze gibt es nur eine benachbarte Siedlung: Vasalja im Osten und eine kurze Strecke von weniger als 400 Metern im Nordosten, aber es gibt keine Verkehrsverbindung zwischen den beiden Dörfern.

Auf der österreichischen (Wach-)Seite der Grenze grenzt es im Süden an Luising, im Südwesten an Hagensdorf im Burgenland, im Westen an Heiligenbrunn und Strem und im Norden an Moschendorf.

Erreichbar nur auf der Straße, von Vasalja und dem Grenzübergang Strém auf der Straße 8708 und vom Grenzübergang in Nagysároslak auf der Nebenstraße 87 113. Die einfachste Zufahrt aus dem Landesinneren ist die Hauptstraße 8, mit einer Abzweigung im kroatischen Nadalja.

Geschichte: Eine alte Siedlung, die durch Funde belegt ist. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1221. Die katholische Gemeinde stammt aus dem Jahr 1698, die Kirche wurde 1790 erbaut und ist im Inneren spätbarock. Die Kirche wurde im Jahr 1890 von Erzherzogin Maria Theresia Dorottya gegründet. Eine Zeit lang war es Teil der Herrschaft von Pornoapáti, dann war es im Besitz der Eszterházys und der Fürsten von Liechtenstein. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen gab es in der Gegend keine großen Landgüter, die Bewohner waren Mittel-, Klein- und Zwerggrundbesitzer.

Um die Jahrhundertwende brachte die wirtschaftliche Prosperität der österreichisch-ungarischen Monarchie das Dorf in eine günstige Lage. Das Dorf erlebte seine Blütezeit unter der Familie Batthyány, mit über 800 Einwohnern, Gasthäusern, einer Mühle, einer Bahnstation und einer Schule. Es war der Sitz einer Bezirksverwaltung: Es umfasste Nagysároslak, Lovászad, Vasalja, Németbükkös. Nach dem Vertrag von Trianon, dem Verlust des Einzugsgebietes, dem Eisernen Vorhang nach dem Zweiten Weltkrieg, der Verstädterung und der Zonierung ist die Bevölkerung des Dorfes kontinuierlich auf weniger als 170 Einwohner gesunken.

Das Weltkriegsdenkmal vor der Kirche erinnert an die 13 Opfer des Ersten Weltkriegs. Die Kämpfe in Ungarn endeten hier am 14. April 1945. Die 23 km lange Eisenbahnlinie Körmend-Németújvár wurde am 1. September 1899 eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verkehr auf der ungarischen Seite der Bahnlinie bis zum 30. September 1959 aufrechterhalten, dann wurde der gesamte Abschnitt demontiert. Das ehemalige Bahnhofsgebäude mit seinen zwei Stockwerken steht noch. Die infrastrukturelle Entwicklung begann spät, mit der Fertigstellung des Wassernetzes Anfang der 1990er Jahre. Es folgte der Bau des Erdgasnetzes. Als Institution verfügt das Dorf über ein Kulturhaus, eine Bibliothek, einen großen Saal, eine Arztpraxis, ein Büro und einen Imbiss.

Westlich des Dorfes wurde am 1. Mai 2004 der Grenzübergang Pinkamindszent-Szentkút eröffnet, die Grenzkontrollen wurden 2007 mit dem Beitritt zum Schengener Abkommen abgeschafft. Die Straßen im Zentrum des Dorfes wurden erneuert und ein Kreisverkehr wurde gebaut. Die Eröffnung der Straße (Straße 87113, auf östereichischer Seite L247, Moschendorfer Ast) nach Norden, nach Nagysároslak (Moschendorf), musste wegen des Widerstands der österreichischen Dorfbevölkerung warten, ist aber inzwischen in Betrieb.

Sehenswürdigkeiten:
Hl. Florian: Die Statue befindet sich im Kreisverkehr mitten in Pinkamindszent.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendemal befindet sich vor der Kirche.
Mariensäule: Die Mariensäule befindet sich seitlich an der Kirche.
Römisch-katholische Kirche: Mindenszentek templom, erbaut um 1800.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: www.nikles.net und Nxr-at unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.



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