Rábafüzes (Raabfidisch)

Rábafüzes (deutsch Raabfidisch, slowenisch Fizeš) war einst ein eigenständiges Dorf, seit 1983 ist es ein Teil der Stadt Szentgotthárd im Kreis Szentgotthárd.

Geografie: Rábafüzes liegt 4 km nördlich des Zentrums von Szentgotthárd, an der ungarisch-österreichischen Grenze (zu Heiligenkreuz). Es ist das Ende der Hauptstraße 8, einer der wichtigsten Grenzübergänge an der Westgrenze. Es ist mit dem Zentrum von Szentgotthárd durch die Straße 7459 verbunden.

Geschichte: Das Gebiet des Dorfes war bereits in der Römerzeit bewohnt, wie die 1932 gefundenen römischen Gräber belegen. Das heutige Dorf wurde erstmals im Jahr 1150 als Fides und später als Fizes erwähnt. Im Jahre 1183 schenkte König Béla III. die Region Rába dem Zisterzienserorden, der in Szentgotthárd sein Kloster errichtete. Rábafüzes wurde auch ihr Eigentum.

Im Jahr 1283 erscheint es als Fyzes. In den Jahren 1427 und 1428 wurde sie auch Fyzes genannt, und war Teil der Burg von Németújvár (Güssing). Im 16. Jahrhundert gehörte sie zum Gut der Batthyánys von Németújvár (Güssing).

Nach András Vályi, "Raba Fuzes. Elegyes ist ein deutsches Dorf in Vas Vármegye, 702 Meilen groß, regiert von Graf Battyáni, seine Einwohner sind Katholiken, eine halbe Meile von Gothard entfernt. Sein Grenzland ist fruchtbar, sein Weideland ist ausreichend, sein Holz ist gut zum Feuern und Bauen, seine Wiesen sind von guter Qualität, wenn auch manchmal überschwemmt, es ist ein Berg von Trauben und hat fruchtbare Sträucher, es ist nicht weit vom steirischen Land, wo es gute Verdienstmöglichkeiten gibt, seine Mühle ist hiesig, erstklassig."

Nach Elek Fényes, "Rába-Füzes, ein deutsches Dorf im Komitat Vas, eine halbe Stunde von Szentgotthárd entfernt, 474 katholische, 246 evangelische Einwohner. Reicher Rand. Viel Wein, Frucht, Tabak. F. u. gr. Batthyani, und gehört zum Ujvar-Gut."

In der Monographie des Eisernen Kreises "Rába-Füzes, ein Dorf an der Grazer Bahn, mit 219 Häusern und 1402 deutschsprachigen Einwohnern. Das Postamt ist lokal, der Telegraf befindet sich in Szt.-Gotthárd. Es ist der Sitz der Bezirksverwaltung. Die Grundbesitzer sind die Familie Batthyány und die Abtei Saint-Gotthárd."

Im Jahr 1910 hatte es 1.434 Einwohner, überwiegend Deutsche. Sie gehörte zum Bezirk Szentgotthárd des Komitats Vas. Im Jahr 1946 wurden 80% der Bevölkerung umgesiedelt. Seit 1983 ist es ein Teil von Szentgotthárd.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Die römisch-katholische Kirche wurde im Jahr 1888 erbaut.
Ehemaliges evangelisches Bethaus
Gedenktafel 26. Mai 1946: 75 Jahre Vetreibung der deutschstämmigen Bevölkerung aus Raabfidisch.
Grenzübergang (Rábafüzes-Heiligenkreuz)


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: www.nikles.net.



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