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Rönök (Radling)

Rönök (deutsch Radling, slowenisch Ronok) ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Szentgotthárd im Komitat Vas. Die Gemeinde liegt an der Grenze zu Österreich und hat einen nennenswerten Anteil an deutschsprachiger Bevölkerung.

Geografische Lage: Rönök liegt 7 Kilometer nordöstlich der Stadt Szentgotthárd. Der Ort liegt im Raabtal. Ungarische Nachbargemeinden sind Szentgotthárd, Magyarlak, Csörötnek, Vasszentmihály und Nemesmedves. Jenseits der Grenze liegen die österreichischen Gemeinden Inzenhof und Großmürbisch. Durch den Ortsteil Felsörönök (Oberradling) fließt der aus Österreich kommende Rönöki-patak (Hausergraben). Dieser mündet südlich von Felsörönök in den Lahn-patak (Lahnbach bei Heiligenkreuz). Durch Alsórönök fließt der Köhidi-patak, welcher ebenfalls in den Lahn-patak mündet.

Geschichte: Der Ort wird erstmals 1336 als Ryunuk in einer Urkunde erwähnt. Der Name könnte slawischen Ursprungs sein. Nach einer Version ist er vom Substantiv ribnik (= Fischteich) abgeleitet, nach einer anderen Version vom slawischen Ortsnamen Rudnik, der seinen Ursprung im Substantiv ruda (= Erz) hat. Bereits 1336 werden Lower und Upper Roeroek getrennt als Olsowryunuk, Felseuryunuk erwähnt. Im Jahre 1360 wird es urkundlich als Runuk, 1413 als Rednek, 1415 als Rew, 1422 als Renuk erwähnt. Im 15. Jahrhundert war es im Besitz der Familien von Szentmihály (1413), Herman (1415), Zámbó (1422) und Hosszutóti (1464-1516) von Mezolak; 1427-28 wurde es als Teil von Németújvár gezählt.

Im Jahr 1533 wütete die Pest im Dorf. Seine Bewohner nahmen 1763 am Bauernaufstand in Westtransdanubien teil, der wegen der unerträglichen Lasten ausbrach. 1787 fand die von Joseph II. angeordnete Volkszählung 495 Einwohner in Alsórönök. Im Jahr 1804 zählte die adelige Volkszählung 497 Einwohner.

Nach András Vályi "Alsó, und Felsö Rönök. Alsónak landete Herren B. Sennyei, und mehrere Herren, liegt in der Nähe von Rába Sz. Mihály, dessen Zweig; Felsönak Gr. Batthyáni, und mehrere Herren, diese liegt etwa eine Meile von Deutsch Újvár entfernt; ihre Wiesen geben gutes Heu, Weiden und Bäume sind genug, die Weinberge sind beträchtlich, und in der Nachbarschaft gibt es Weinberge zu kaufen."

Nach Elek Fényes, "Alsó-Rönök, Unter-Radling, ungarisch-deutsches Dorf, Vas vmegye, in der Grécz postaut, ut. p. Rába-Sz.-Mihály 1 Stunde: 587 kath., 16 evang. bewohnt. Seine Grenze ist ein guter Weizenanbauer; es hat Wein, Obst und Wald. F. u. gr. Zichy Herman." "Felsö-Ronök, deutsches Dorf, Vas vmegye, neben dem Dorf Elébben, 618 kath. Einwohner, paroch. mit Kirche. Es gehört zur Herrschaft Németújvár."

In der Monographie des Eisernen Kreises "Nieder-Rönök, mit 150 Häusern und 969 deutschsprachigen Einwohnern. Ihre Religion ist R. kath. und Ast. ev. Bahnhof an der Grazer Bahn; Post und Telegrafenamt in Rátót. Das Dorf hat zwei Schulen und einen Kindergarten. Der letzte Vermieter war die Familie Baron Sennyey." "Felsö-Rönök, ein großes Dorf in der Nähe der Grazer Eisenbahn; seine Einwohner sind deutscher Herkunft. Das Dorf hat 178 Häuser und 980 Einwohner römisch-katholischer und evangelischer Konfession. Das Postamt ist Rábafüzes, der Telegraf ist Szt.-Gotthárd."

Im Jahr 1910 betrug die Einwohnerzahl von Alsórönök 483 und die von Felsörönök 851, überwiegend Deutsche. Beide Siedlungen gehörten zum Bezirk Szentgotthárd des Komitats Vas.

Die heutige Siedlung entstand 1950 durch den Zusammenschluss von zwei Dörfern, Alsórönök (Unterradling) und Felsörönök (Oberradling). Früher waren es kleine Dörfer, die Häuser standen weit voneinander entfernt. Die Zahl der Einwohner beträgt 450. Im Jahr 1946 wurden 90% der deutschen Bevölkerung der Dörfer umgesiedelt. Ein großer Teil der Bauernhöfe wurde in das Grenzgebiet verlegt, wo die Anwesenheit der Zivilbevölkerung 40 Jahre lang ein Ärgernis war, so dass es auf den Hügeln keine Häuser mehr gab. Die deutsche Bevölkerung sprach den hienzischen Dialekt.

Sehenswürdigkeiten:
Denkmal Geistliche: Das Denkmal für die Geistlichen befindet sich bei der St. Emmerichskirche.
Denkmal Ungarnaufstand 1956: Das Denkmal 'Ungarnaufstand 1956' befindet sich bei der St. Emmerichskirche.
Friedhofskreuz: Friedhofskreuz am neuen Friedhof (Tömetö út) in Rönök.
Gedenkstein '1100 Jahrestag der Eroberung': Der Gedenkstein '1100 Jahrestag der Eroberung' befindet sich bei der St. Emmerichskirche.
Glockenturm: Glockenturm an der Gagarin-tér, neben dem Kinderspielplatz, in Rönök.
Glockenturm: Glockenturm (Kirche ?) an der Petöfi Sándor utca in Rönök.
Glockenturm: Glockenturm an der Petöfi Sándor utca, gegenüber Hausnummer 4 in Rönök.
Kapelle: Kapelle an der Straße 87109 in Rönök, im Grenzgebiet zu Österreich, in Richtung St. Emmerichskirche.
Kirche St. Emmerich: Römisch-katholische Kirche St. Emmerich aus dem Jahr 1904 an der Grenze zu Österreich: Die Kirche war, da sie im Grenzstreifen unmittelbar am Eisernen Vorhang stand, ab dem Jahr 1949 nicht begehbar und war dadurch dem Verfall preisgegeben. Nachdem die Kirche beginnend mit 1990 wieder durch Bewohner aus Ungarn und auch aus den Nachbargemeinden im Burgenland renoviert werden konnte, wurde sie 1992 durch die Bischöfe Stephan László aus Eisenstadt und István Konkoly aus Szombathely wieder eingeweiht.
Mahnmal Eisener Vorhang: Das Mahnmal für den Eisenern Vorhang befindet sich bei der St. Emmerichskirche.
Millenium-Denkmal: Das Millenium-Denkmal (Millenniumi emlékmü) befindet sich an der Alkotmány utca in Rönök. Zur Erinnerung an die Jahrtausendwende wurde ein Denkmal von den Einwohnern des Dorfes errichtet.

Verkehr: Durch Rönök verläuft die 8-as foút, von der die Landstraße Nr. 7453 nach Csörötnek und die Nebenstraße Nr. 87109 zur österreichischen Grenze abzweigen. Über den Bahnhof Alsórönök an der Bahnstrecke Gyor–Szentgotthárd ist die Gemeinde direkt an das ungarische Schienennetz angebunden.


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Quelle: Text: Wikipedia (erweitert), Bilder: www.nikles.net.



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