Sitke

Sitke ist ein Dorf im Komitat Vas, im Kreis Sárvár.

Geografie: Sitke liegt im östlichen Viertel von Sárvár, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt.

Verkehr: Die durch die Gemeinde verlaufende Hauptstraße, die 834 von Pápa nach Sárvár über Celldömölk, ist die Hauptzufahrtsstraße in Ost-West-Richtung. Seine Verwaltungsgrenzen werden auch von der Hauptstraße 84 und der Straße 8451 durchquert, die jedoch die bewohnten Gebiete umgehen.

Die nächstgelegene Bahnverbindung ist der Bahnhof Nagysimonyi der Bahnlinie Székesfehérvár-Szombathely, etwa 4 km östlich des Zentrums von Sitke.

Geschichte: Die Siedlung, die heute fast siebenhundert Einwohner zählt, entstand 1946 durch den Zusammenschluss von Kissitke und Nagysitke. Die erste urkundliche Erwähnung von Sitka stammt aus dem Jahr 1251. Die frühe Siedlung wurde im 15. Jahrhundert geteilt, als sie im Besitz der Familie Sitkei war.

Nagysitke wurde 1426 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. 1337 wird die dem heiligen Laurentius geweihte Kirche erwähnt und 1427 wird der Ort als Messeplatz erwähnt. Nach dem Sturz des Papstes wurden die Steuern an die Türken gezahlt, aber 1567 und 1683 überfielen deutsche Söldner das Dorf. Im Jahr 1664 wurde der Anteil von George Sitkey von Mihály Esterházy gekauft. Im Jahr 1698 trat Dániel Esterházy es an István Nagy von Felsöbüki ab. Im 16. Jahrhundert besaß die Familie Kisfaludy ebenfalls Land und sogar eine Burg in Nagysitke. Die erste sichere Erwähnung der Existenz von Kissitke stammt aus dem Jahr 1488. Die ersten bekannten Besitzer waren die Familie Sitke, deren Schloss 1627 vom König an Pál Nádasdy gestiftet wurde. Ende des Jahrhunderts wurden Teile von Kissitke auch an István Nagy von Felsöbüki übergeben, der nach 1718 mit seiner Familie hierher zog.

Beide Dörfer sind seit Jahrhunderten von Weinbergen umgeben. Auf dem Hercseg-Hügel wird seit 1860 Basalt abgebaut, und in den 1870er Jahren wurden italienische Steinmetzbetriebe aufgenommen.

Die Restaurierung der verfallenen Sitke-Kapelle begann 1986, als der Komponist Fecó Balázs den Kulturverein Sitke-Kapelle organisierte, dessen Vorsitzender er wurde. Der Künstler organisierte Konzerte, deren Erlös für die Renovierung verwendet wurde. Die vollständige Rekonstruktion wurde 1991 abgeschlossen.

Bevölkerung: Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 91,9 % der Einwohner als Ungarn, 1,5 % als Deutsche, 0,3 % als Roma und 0,3 % als Rumänen (7,8 % machten keine Angaben; aufgrund der doppelten Identitäten kann die Gesamtzahl höher als 100 % sein). Die Religionszugehörigkeit verteilte sich wie folgt: römisch-katholisch 63 %, evangelisch 13 %, reformiert 3,1 %, griechisch-katholisch 0,1 %, konfessionslos 2,9 % (17,4 % machten keine Angaben).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kalvarienbergkapelle: Zweitürmige monumentale Kalvarienbergkapelle (in Kissitke, neben dem Burggasthof), 1871 von Sándor Felsöbüki Nagy im romantischen (historisierenden neugotischen) Stil erbaut. Der Kapellenberg ist durch seine beliebten Musikfestivals landesweit bekannt geworden, und die Renovierung des Gebäudes wird durch die Erlöse unterstützt.
Große Burg: Die Große Burg von Felsöbüki in der Nähe des Kalvarienbergs war ursprünglich ein festungsartiges Gebäude, das von hohen Bastionen umgeben war, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurden. Sie wurde um 1730 im Barockstil erbaut und ebenfalls von István Dorfmeister bemalt. Es zeichnet sich durch einen sehr großen Keller aus. Nach 1945 war es eine Schule, heute ist es ein Gasthaus. Das Steinkreuz davor wurde 1734 von Franciska der Großen von Oberbükk errichtet.
Römisch-katholische Kirche Sitke: Die Pfarrkirche wurde erstmals 1418 erwähnt, 1636 vergrößert und ihr gewölbtes Heiligtum 1698 erwähnt. Im Jahr 1725 eroberten die Katholiken die Stadt von den Evangelikalen zurück.


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